da bin ich mal wieder...auch wenn es im moment nichts wirklich interessantes zu vermelden gibt.
die uni hat wieder angefangen; seit gestern habe ich vorlesungen und sprachkurse. das ist nicht lange, trotzdem bin ich mehr als gestresst. der stundeplan ist nicht wirklich nett, ich bin nur selten vor sechs uhr abends daheim und zwischen den vorlesungen liegen viele lücken. klar, da kann man lernen, aber wer tut das schon so konsequent, wenn er mit freunden in der aula oder der cafete rumsitzt.
beim ersten diktat heute kam dann die bestürzende erkenntnis, dass changchun zwar meinen mündlichen fähigkeiten geholfen hat, während der zwei monate aber ein drittel der jemals gelernten zeichen aus meinem kopf und der hand verschwunden sind. die alle nachzulernen wird ein akt. schönschreiben ist auch nicht mehr, ich verschleife inzwischen die striche, so wie es ein chinese machen würde, wass nicht gerade zur leserlichkeit meiner schriftlichen produktionen beiträgt. und wenns unlesbar ist, gibts nen fehler und damit weniger punkte. hachja!
spass macht chinesisch immer noch, vor allem habe ich mich gefreut, unsere lehrerin wieder zu sehen; das beste ist, dass ich sie inzwischen sogar verstehen kann. mit der grammatik kämpfe ich immernoch, irgendwie will das alles nicht in mein hirn. ich les das in dem tollen buch, das ich mir gekauft habe, das klapp ich dann zu und - schwupp - weg ist das verständnis.
le ist tatsächlich ein arschloch, weil man es (das weiß ich aber schon länger) auch als liao lesen kann. dann heißt es was anderes, als le ist es signalwort für eine abgeschlossene handlung oder eine gerade eingetretene oder eintretende veränderung eines zustandes. nun kann liao aber auch eine resultativergänzung sein. was im grunde nichts anderes heißt als dass eine handlung auch irgendwie abgeschlossen ist. so. und wie unterscheide ich den scheiß jetzt? und wo stell ich das im satz hin?
mit solchen sachen verbringe ich also meinen tag. und mit arbeit. im hostel. in der uni. daheim. mein haushalt liegt brach, mein magen auch. zum kochen hab ich einfach keine zeit. und ich sehe mein privatleben den bach runtergehen.
trotzdem (ja, ich bin masochistisch veranlagt wie es scheint) bin ich gern student. von chinesisch jeden tag das hirn durchgefickt zu bekommen ist ne nette sache.
vielleicht trinke ich heut noch ein glas wein, zum runterkommen. und bis zum nächsten mal wünsche ich euch ne schöne zeit.
